TV Tipps - Die schönsten Reisesendungen

DO 14. Februar 
HR - Fernsehen um 14:30 Uhr: Koh Samui 

FR 15. Februar 
ARTE um 18:15 Uhr: Serbien 

SA 16. Februar 
ARTE um 13:20 Uhr: Australien 

SO 17. Februar 
WDR – Fernsehen um 20:15 Uhr: Namibia 

MO 18. Februar 
ARTE um 19:30 Uhr: Italien 

DI 19. Februar 
HR - Fernsehen um 14:30 Uhr: Yellowstone Nationalpark 

MI 20. Februar 
ARTE um 16:35 Uhr: Frankreich 

DO 21. Februar 
ARTE um 13:00 Uhr: Skandinavien 

FR 22. Februar 
HR – Fernsehen um 14:30 Uhr: New Orleans 

SA 23. Februar 
ARTE um 19:30 Uhr: Rumänien 

SO 24. Februar 
HR – Fernsehen um 12:15 Uhr: Portugal 

MO 25. Februar 
ARTE um 07:15 Uhr: Khasi 

DI 26. Februar 
ARTE um 19:30 Uhr: Kanada 

MI 27. Februar 
HR – Fernsehen um 14:30 Uhr: Nepal 

HR – Fernsehen am DO 14. Februar um 14:30 Uhr 
Koh Samui – Lebensart in Thailands Tropenparadies 
Koh Samui, das ist Thailand im Kleinformat, und doch ist es eine Welt für sich - eine Insel mit Traumstränden, Bergen und Millionen von Kokospalmen. Es gibt die in den vergangenen zwanzig Jahren explosionsartig gewachsenen Touristenzentren, und es gibt verschlafene Dörfer und die Mini-Inselhauptstadt. Koh Samui ist ein Reiseziel für solche, die sich auf einen anderen Lebensrhythmus einlassen wollen. Lebensart, das bedeutet relaxen am Strand, mit dem Motorrad um die Insel fahren, die Lieblingsgarküche finden, über die Märkte schlendern, in Luxushotels oder einfachen Hütten wohnen, das Inselinnere entdecken, das Leben der Inselbevölkerung und ihre Kultur kennenlernen. Sich Zeit nehmen für einen Ort, der in seiner Größe überschaubar ist - die Ringstraße um die Insel misst nur etwa fünfzig Kilometer. Wie lebt es sich auf der Insel, welche Traditionen gibt es, welche Feste werden gefeiert? Wie funktioniert das Zusammenleben der Einheimischen mit den vielen Touristen oder das von Buddhisten und Muslimen? Der Film über Koh Samui sowie über die kleinere Nachbarinsel Koh Pha Ngan ist ein Kaleidoskop an Eindrücken von einem der beliebtesten Reiseziele in Asien. 

ARTE am FR 15. Februar um 18:15 Uhr 
Wo Sibirien endet – Die Tschuktschen am Polarmeer 
Im Osten Sibiriens, 10.000 Kilometer von Moskau entfernt, leben die Tschuktschen. Die Ureinwohner dieser Region ziehen mit ihren Rentieren durch die Tundra. Während des eiskalten Polarwinters leben sie ebenso wie im kurzen Sommer in ihren traditionellen Rundzelten, den Jarangas, und gehen an den Küsten auf Jagd nach Walen, Robben und Walrössern. Selbstverständlich ist das heutzutage nicht. Denn als die Oktoberrevolution nach Tschukotka kam und das Gebiet in nächster Nähe zu Alaska für die Russen aus strategischen Gründen wichtig wurde, verstaatlichte man auch die Herden der Nomaden sowie den Grund und Boden am Ende der Welt. Aus Familienclans wurden Brigaden, aus Jägern Planerfüller des Volkes. Plötzlich bestimmten fremde Maßstäbe ihr Leben. Ihre Kinder wurden weit weg von der Tundra in Internatsschulen geschickt. Dort gewöhnten sie sich an die Annehmlichkeiten der Zivilisation wie feste Häuser, warmes Wasser und geheizte Räume auch bei minus 40 Grad. Manche kehrten danach nicht mehr in die Tundra zurück. Doch als mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Wegfall hoher Polarzulagen immer mehr Russen in ihr Mutterland zurückkehrten, besannen sich die Tschuktschen wieder auf ihre eigenen Kräfte. Auch junge Leute leben heute wieder in der Tundra mit den Rentieren, nähen Kleidung für den Winter, legen Vorräte an und gehen wieder auf die Jagd nach Walen und Robben. 

ARTE am SA 16. Februar um 13:20 Uhr 
Australien 
Auf dem australischen Kontinent kleidet sich jeder nach seinem Gusto. So trägt der Bauer Paul aus dem Outback einen Driza-Bone-Mantel, unter dem er schön trocken bleibt, im wahrsten Sinne des Wortes "knochentrocken", denn der Name des Bekleidungsherstellers Driza-Bone aus Brisbane leitet sich von "dry as a bone" ab. Roberto dagegen preist seinen Akubra, den legendären Filzhut, für den mindestens zehn Kaninchenfelle benötigt werden. Und die im 19. Jahrhundert erfundenen knöchelhohen "Blundstone"-Stiefel haben durch ihren seitlichen elastischen Einsatz in der ganzen Welt Wiedererkennungswert. Auffällig ist, dass sich immer mehr Australier tätowieren lassen. Ob das etwas damit zu tun hat, dass in der Kultur der Aborigines schon vor 40.000 Jahren die Körperbemalung als Kleidung fungierte? Für die australischen Schulkinder herrscht Uniformpflicht. Die Schüler der King's School sind stolz auf ihre Schuluniformen aus der britischen Kolonialzeit. Beim Kricket hält man sich weniger an die Tradition. Dieser Sport wird, entgegen den Empfehlungen der britischen Königin, in Shorts gespielt. Und auch der Schleier ist bei australischen Frauen anzutreffen, zum Beispiel bei Mecca, einer Australierin libanesischer Abstammung aus Sydney, die von Beruf Hochsee-Rettungsschwimmerin ist. 

WDR – Fernsehen am SO 17. Februar um 20:15 Uhr 
Naturerlebnis Namibia - Eine Safari in acht Tagen
Eine faszinierende Tierwelt, grandiose Landschaften und uralte Kulturen - Namibia ist das perfekte Einsteigerland in den afrikanischen Kontinent. Andrea Grießmann macht eine Safari durch den Norden des Landes: Sie startet in Swakopmund, einem Hafenstädtchen mit altdeutschem Flair, und macht von dort eine Tour in die Namib-Wüste mit den höchsten Sanddünen der Welt. Sie besichtigt die 5.000 Jahre alten Felsmalereien von Twyfelfontein, erlebt im Etosha Nationalpark hautnah Elefanten, Löwen und Giraffen und erreicht nach acht Tagen die Hauptstadt Windhoek. Etosha Nationalpark In der sogenannten Etosha-Pfanne leben die "Big Five" der afrikanischen Tierwelt: Elefanten, Büffel, Nashörner, Löwen und Leoparden. Mit einem Ranger geht Andrea Grießmann "auf Tuchfühlung" mit den wilden Tieren. Exkursion in die Wüste Andrea Grießmann erkundet einen Teil der faszinierenden Namib. In der Wüste gibt es nicht nur Käfer und Reptilien, die sich mit den extremen Temperaturen arrangiert haben, sondern auch Löwen und Elefanten. Die Dünen von Sossusvlei gelten als die höchsten Sanddünen der Welt. Gästefarmen und Naturschutz Gästefarmen sind ideal für alle Namibia-Reisende, die Abenteuer mögen - aber mit möglichst großer Sicherheit. Neben familiärer Atmosphäre bieten die Besitzer oft Rundfahrten, Wanderungen oder Ausritte an. Andrea Grießmann besucht Farmer, die sich um Tier- und Naturschutz kümmern. Deutsche Vergangenheit Den Charme einer wilhelminischen Kleinstadt versprüht das Hafenstädtchen Swakopmund. Hier erinnert vieles daran, dass Namibia von 1884 bis 1915 eine deutsche Kolonie war: der alte Bahnhof, der Leuchtturm, das Brauhaus. Zu Besuch bei den Damara Die Damara gehören zu den ältesten Volksstämmen in Namibia. Andrea Grießmann besucht ein "Living Museum", wo Besucher die einzigartige Möglichkeit haben, die traditionelle Kultur der Damara kennen zulernen. 

ARTE am MO 18. Februar um 19:30 Uhr 
Im Bauch von Turin: Porta Palazzo 
Europas größter Freiluftmarkt, der Porta Palazzo in Turin, ist eine Welt für sich. Schon seine Dimensionen sind beachtlich: 1.000 Stände verteilen sich auf 51.300 Quadratmeter, und über 100.000 Besucher kommen jede Woche - und das bei einer Einwohnerzahl von wenig mehr als 800.000. Der Porta Palazzo fasziniert durch die Vielfalt seines Angebots, seine berauschenden Farben, seine betörenden Gerüche und die Vielzahl von Menschen unterschiedlichster Herkunft. Die kulinarische Entdeckung des Marktes führt durch die verschiedenen Jahreszeiten: von den süßesten Kirschen der Region, die nahe des Marktes in eine ganz wunderbare Eiscreme verwandelt werden, über schnatternde Gänse und ihre beachtlichen Eier bis hin zu den besten Winterfrüchten, den Artischocken, und dem handgemachten Ricotta. In der Heimatregion der Slow-Food Bewegung lässt sich so mancher Küchenchef zu neuen Kreationen inspirieren, die er dann am Herd in anregende Kompositionen verwandelt. Doch neben der Feinkost lebt der Markt von Turin vor allem von den Riesenmengen, die hier angeboten werden. Und jeder einzelne der mehr als 1.000 Händler muss seine eigene Verkaufsstrategie entwickeln, um auf sich aufmerksam zu machen und sich auf Dauer durchzusetzen. 

WDR – Fernsehen am DI 19. Februar um 20:15 Uhr 
Yellowstone: Wildnis aus Feuer und Eis 
Der Yellowstone Nationalpark im Herzen Nordamerikas ist der älteste Nationalpark der Welt. Seine Wildnis zwischen Gletschern und Geysiren begeisterte die ersten Besucher so sehr, dass er bereits 1872 unter Schutz gestellt wurde. Amerikas beste Idee, sagen einige, weil sie den Grundstein legte für den Naturschutzgedanken. Knapp drei Millionen Besucher kommen alljährlich in den Park, angelockt von einem der spektakulärsten Wildnisareale der Erde. Dennoch bildet Yellowstone heute zusammen mit angrenzenden Schutzregionen das größte intakte Ökosystem der gemäßigten Breiten. Bison und Bär, Wolf und Wapiti, Otter und Biber - sie alle finden hier noch Rückzugsgebiete. Ein Leben allerdings, das geprägt ist vom Wechsel der Extreme, die der Film in eindrucksvollen Bildern dokumentiert und dabei den Spuren der Wildtiere folgt. Über ein halbes Jahr lang liegt der Park unter Schnee und Eis. In dieser Zeit kommen die Wölfe, erst 1995 wieder im Park angesiedelt, besonders auf ihre Kosten. Der meterhohe Schnee schwächt ihre Beutetiere sehr. Mühsam und energieverzehrend sind die Wege für Wapitis und Bisons, zu fressen gibt es so gut wie nichts. Linderung schaffen nur die heißen Quellen und Geysire, die dem Yellowstone-Park sein unverwechselbares Gesicht geben. Die dynamische Geschichte des Yellowstone-Plateaus im Zentrum des Parks begann mit unvorstellbar gewaltigen vulkanischen Eruptionen, die halb Nordamerika unter einem Ascheregen begruben. Bis heute ist das vulkanische Gebiet nicht zur Ruhe gekommen. Seine nur wenige Meter unter der Erdoberfläche liegende Magmakammer erhitzt das ins Gestein sickernde Regenwasser, das dann in über 10.000 Geysiren, Quellen und brodelnden Schlammkesseln wieder zu Tage tritt. Wenn nach einem kurzen Frühling endlich der Sommer ins Land kommt, bleiben für die Wildtiere nur wenige Wochen, um den Nachwuchs aufzuziehen und sich am frischen Grün satt zu fressen. Schon bald sind die Wiesen dürr und die zundertrockenen Nadelwälder von Waldbrand bedroht. 

ARTE am MI 20. Februar um 16:35 Uhr 
Yvoire – Frankreich 
Der Ort Yvoire verdankt seinen Beinamen "Seeperle" der idyllischen Lage am Ufer des Genfer Sees. Doch in der bewegten Vergangenheit des Ortes war diese natürliche Grenze auch von strategischem Vorteil. Die Geschichte von Yvoire begann im 14. Jahrhundert, als die Grafen von Savoyen einen günstig gelegenen Ort am Seeufer suchten, von dem aus sie ihre Macht in der Region zu festigen begannen. So kamen sie nach Yvoire - sehr zum Ärger der Bewohner der gegenüberliegenden Stadt Rovorée, die den Herren von Faucigny treu ergeben waren. Gegenseitige Angriffe und Kriege waren die Folge. Heute geht man in dem kleinen Ort friedlichen Beschäftigungen nach. So werden in Yvoire Blumen gehegt und gepflegt. Und es gibt einen in Frankreich seltenen und sehr sehenswerten Irrgarten, der alle fünf Sinne anspricht. 

ARTE am DO 21. Februar um 13:00 Uhr 
Legende auf Schienen - Skandinaviens Kirunabahn
Das Leben des Norwegers Steingrimm Snäve und der Schwedin Hjördis Matti ist eng mit der Erzbahn Skandinaviens verbunden, die die schwedische Stadt Kiruna mit dem norwegischen Hafen Narvik verbindet. Beide haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht - Hjördis als Bahnhofsvorsteherin, Steingrimm als Ingenieur. Nun möchte sich Steingrimm einen langgehegten Traum erfüllen. Er macht sich auf die Reise nach Schweden, um dort in einer der legendären Dampfloks der Kirunabahn mitzufahren. Hjördis fährt ihm entgegen. Sie arbeitete als eine der ersten Frauen an einem der kleinen Bahnhöfe der Strecke und kennt Steingrimm seit vielen Jahren. An der Grenze zwischen Norwegen und Schweden, etwa auf der Hälfte der Strecke, wollen sich die beiden Eisenbahnfans treffen. Die Erzbahn hat eine bewegte Geschichte. Um 1900 begannen Hunderte Wanderarbeiter mit dem Streckenbau. Felsen wurden gesprengt und Fässer mit Zement über die Fjorde hoch in die Berge geschleppt. Heute werden bis zu 68 Waggons, voll beladen mit Eisenerz, von einer Doppellokomotive gezogen - mit einer Gesamtlast von 8.500 Tonnen: eine Pionierleistung damals und wegweisend noch heute für den internationalen Güterverkehr. Spezialisten aus der ganzen Welt interessieren sich für die Konstruktion und Wartung der Schienen. Und auch die Mitarbeiter sind stolz auf die Kirunaerzbahn. So sagt zum Beispiel Lokführerin Catrin Lönnström, die seit 18 Jahren den kolossalen Zug durch Schweden lenkt "schließlich steuere ich die stärkste Lokomotive der Welt", sagt sie. 

HR – Fernsehen am FR 22. Februar um 14:30 Uhr 
New Orleans – Zwischen Rhythmus und Ruin 
Das French Quarter, Jazz und der legendäre Mardi-Gras-Karneval sind die Wahrzeichen von New Orleans. Sie entstammen einer einzigartigen Stadtkultur, die französische, afrikanische und amerikanische Elemente verbindet. Sie ist es, die der lebensfrohen Hafenstadt im Delta des Mississippi River auch die Kraft gibt, Schicksalsschläge zu überleben. Kaum eine andere amerikanische Metropole wurde in jüngster Zeit so schwer gebeutelt wie New Orleans, als 2005 durch Hurrikan Katrina und die folgenden Überschwemmungen ganze Stadtviertel zerstört wurden. New Orleans überstand die Krise durch unbändigen Lebenswillen. Gutes Beispiel dafür ist Mardi Gras, der Karneval, der heute wieder mindestens so überschwänglich gefeiert wird wie einst. Tagelang ziehen Paraden mit geschmückten Wagen durch die Stadt. In den historischen Villen feiert die High Society in opulenter Dekadenz. Die schönsten Kostüme tragen oft die "Mardi Gras Indians" - nicht etwa Indianer, sondern Schwarze, die früher damit das Karnevalsverbot umgingen. So erklärt es Ina Fandrich, die deutschstämmige Kuratorin des Afro-Amerikanischen Museums. Das Tremé-Viertel ist eines der ältesten Schwarzenviertel der USA. Hier liegen die Wurzeln des Jazz, und bis heute führen schummrige Lokale die Traditionen fort. Wie die Musik ist auch die Religion ein Grundelement der City. Charismatische Priester wie Father Tony halten ihre Gemeinden zusammen. Der Friedhof seiner Pfarrei, der St. Roch Cemetary, birgt zudem die Relikte der alten deutschen Gemeinde von New Orleans. Da die Stadt unter dem Meeresspiegel liegt, mussten die Verstorbenen in Hochgräbern bestattet werden. Deshalb entstanden richtige "Totenstädte" mit verzierten Mausoleen, die in Filmen von Easy Rider bis hin zu zahlreichen Vampirdramen als Kulissen dienten. Der Film stellt die Stadt New Orleans zwischen Rhythmus und Ruin vor. 

ARTE am SA 23. Februar um 19:30 Uhr 
Die letzten Köhler von Rumänien 
Die Karpaten erstrecken sich über einen Großteil Rumäniens. Wie ein großer, dicker Mantel bedeckt der Wald diese sagenumwobene Gebirgslandschaft. Mit seinen Tausenden Hektar bildet er eine wahre Schatzkammer, für den sich nun auch ausländische Investoren interessieren. In der Sommerhitze holen zwei Männer, umgeben von Glut und Feuer, Kohle aus einem noch nicht ausgebrannten Meiler. Sie tragen keinen Schutz vor dem ständigen Rauch und den giftigen Staubteilchen. Lajos Balint ist 58 Jahre alt. Sein ganzes Leben hat er nichts anderes gemacht, als Holz in Kohle verwandelt. Die Köhler Rumäniens sind die Ärmsten der Armen, stehen in der Hierarchie der Landbevölkerung ganz unten, obwohl sie Meister und Könner sind. Einen fünf Meter hohen Meiler wochenlang am Brennen zu halten, erfordert viel Erfahrung, physikalisches Wissen und Mut. Tag und Nacht muss das Ungetüm bewacht, Luft zugeführt oder versperrt werden, denn das Feuer darf nicht mit einer offenen Flamme brennen. Nur so entsteht nach Wochen die begehrte Holzkohle. Die landet überwiegend auf den westeuropäischen Grillpartys, ohne dass irgendjemand weiß, woher sie kommt und wer sie unter welchen erbärmlichen Bedingungen hergestellt hat. Mitten in Europa führen die Köhler ein bettelarmes und schweres Leben jenseits aller Vorzüge der Moderne und immer begleitet von der Frage, wie lange man dieses Leben überhaupt aushält. 

HR – Fernsehen am SO 24. Februar um 12:15 Uhr 
Madeira
Madeira ist eine Insel zum Staunen Schroffes Lavagestein und nebelverhangene Gipfel im kühlen Norden und überbordende Blütenpracht in den Gärten des Südens. Die Vulkaninsel liegt vor der Küste Marokkos, gehört aber zu Portugal. Kreuzfahrtschiffe steuern regelmäßig den Hafen von Madeira an - nicht nur wegen des weltbekannten Likörs gleichen Namens. Die Inselgruppe der Azoren dagegen ist vor allem aus dem Wetterbericht bekannt - das "Azorenhoch" verspricht in der Regel schöne warme Sommertage. Die Azoren sind aber auch ein ganz besonderes Stück Europa mitten im Atlantik. Politisch gehört der Archipel zu Portugal, aber der Legende nach handelt es sich um die Überreste des sagenumwobenen Atlantis. Zusammengesetzt sind die Azoren aus neun größeren und mehreren kleineren Inseln, mit zahlreichen aktiven Vulkanen, einer üppigen grünen Flora und zahlreichen, noch nicht überlaufenen Sandstränden. Für Segler ist die Inselgruppe seit Langem ein beliebter Zwischenstopp auf dem Weg von Europa nach Amerika. 

ARTE am MO 25. Februar um 07:15 Uhr 
Khasi – Im Land der Frauen 
Der indische Bundesstaat Meghalaya liegt nördlich von Bangladesch und südlich von Assam in den Vorläufern des Himalaya. "Meghalaya" heißt übersetzt: "Wo die Wolken wohnen". In dieser Region hat sich beim Volksstamm der Khasi die matrilineare Gesellschaftsform erhalten, das heißt, die Erbfolge richtet sich immer nach der weiblichen Linie. Im Bundesstaat Meghalaya ist das sogar in der Verfassung verankert. Obwohl die meisten Khasis während der Kolonialisierung der Engländer zum Christentum übergetreten sind, halten sie an ihrer traditionellen Lebensweise fest. "Khasi" bedeutet: von einer Frau geboren. Khasi-Frauen leben in einem Clan mit ihren überlieferten Traditionen. Die jüngste Tochter, die Khaddu, erbt das gesamte Vermögen und ist das Oberhaupt des ganzen Clans. Damit sind die Frauen wirtschaftlich und gesellschaftlich unabhängig und abgesichert. Von dieser Freiheit können die Frauen im restlichen Indien und an vielen Orten der Erde nur träumen. Die Dokumentation begleitet die 16-jährige Khaddu Ibanroi. Sie geht in Shillong zur Schule und fährt nur alle paar Wochen in ihr Heimatdorf Norwet, das fünf Autostunden entfernt liegt. Ihre Familie lebt hauptsächlich vom Betelnussanbau. Ihre älteren Schwestern beneiden sie nicht, denn eine Khaddu zu sein ist nicht nur ein Privileg, sondern bedeutet auch eine große Verantwortung. Ibanrois Cousine ist ebenfalls eine Khaddu. Für sie ist diese Verantwortung eine Belastung. Sie ist mit einem Kanadier verheiratet und möchte gerne nur für ihre eigene kleine Familie sorgen und nicht noch zusätzlich für ihre Eltern und Geschwister. Ob sich die matrilineare Gesellschaftsform auch in einer globalisierten Zukunft erhalten wird? Bisher haben die Menschen in Meghalaya es geschafft, sich dem Neuen nicht zu verschließen und der Tradition dennoch treu zu bleiben. Die Chefredakteurin der Shillong Times, Patricia Mukhim, hofft, dass das auch weiterhin der Fall sein wird. 

ARTE am DI 26. Februar um 19:30 Uhr 
Der Nordwesten 
Der Nordwesten Kanadas ist rau und dünn besiedelt, eine endlose Weite aus Kiefern, die auf kargen Felsen wachsen. Mitten in dieser Wildnis liegt die Hauptstadt der Northwest Territories, Yellowknife. Knapp 20.000 Menschen leben in diesem Vorposten der westlichen Zivilisation inmitten der kanadischen Tundra. Die Stadt zieht Abenteurer und Glückssucher magisch an, obwohl die Sommer kurz und voller Mücken sind und die Winter lang und bitterkalt. Matthew Gordono beispielsweise reparierte Autos in Nova Scotia und schmiedete in Toronto Kessel, bevor er nach Yellowknife kam. Jetzt betreibt er eine Glasrecycling-Werkstatt. Walt Humphries folgte vor 40 Jahren dem Lockruf des Goldes, das hier noch bis vor kurzem in zwei großen Minen abgebaut wurde. Sein Job war das Aufspüren von Goldadern. Jetzt, mit 60, sucht er privat nach dem Edelmetall. Joe McBrian wurde in Yellowknife geboren. Im Alter von 70 Jahren sitzt er immer noch selbst hinterm Steuerknüppel seines Flugzeuges, einer DC3 aus dem Zweiten Weltkrieg. Zweimal täglich fliegt er quer über den Great Slave Lake von Yellowknife nach Hay River. Flugzeugenthusiasten aus der ganzen Welt besuchen "Buffalo Joe" und seinen Flugzeugpark, dessen Maschinen alle mindestens 50 Jahre alt sind. Am Ostende des riesigen Great Slave Lake, sechs Stunden von Yellowknife entfernt, liegt das Dorf Lutsel K'e. Hier leben Indianer vom Stamm der Dene. Sie sind Nachfahren der Ureinwohner Kanadas. Jeder zweite Einwohner von Lutsel K'e heißt Catholique mit Nachnamen und fast alle sind miteinander verwandt. Wie alle Dene-Indianer hat auch Joseph Catholique die "Status Card". Dieser Ausweis erlaubt ihm, sich so frei in den Northwest Territories zu bewegen wie seine Vorfahren. Aber die riesigen Distanzen sind ein nicht zu unterschätzendes Hindernis. 

HR – Fernsehen am MI 27. Februar um 14:30 Uhr 
Nepal – Empore der Götter 
Zwischen Indien und China, den beiden bevölkerungsreichsten Ländern weltweit, ist das langgestreckte Nepal sozusagen das Gurkenscheibchen. Bemerkenswert ist der enorme Höhenunterschied der ehemaligen Monarchie. Das Land erstreckt sich von 70 Höhenmetern im Terai, einer Tiefebene an der Grenze zu Indien, bis zum 8.848 Meter über dem Meeresspiegel thronenden Mount Everest, dem höchsten Punkt der Erde. Die sozialen Unterschiede und die Umweltprobleme im Land sind vergleichbar groß. Am niedrigsten Punkt des Landes fährt Nepals einzige Eisenbahn durch eine touristisch unerschlossene Gegend mit extremer Armut. Die Bahnstrecke von Janakpur ins indische Jaynagar ist nur 29 Kilometer lang und wird mit maximal 15 Kilometern pro Stunde befahren. Besonders voll wird es Anfang Oktober, wenn indische Pilger nach Janakpur strömen, um Dashain, eines der wichtigsten hinduistischen Feste, zu feiern. Knapp 200 Kilometer entfernt liegt eine der ursprünglichsten Regionen des Landes: der Chitwan-Nationalpark. Dort ist man stolz darauf, einer der letzten Zufluchtsorte des Rhinozeros' zu sein. Kathmandu ist Nepals wirtschaftliche Boom-Region. Der Kontrast zum umliegenden Bergland, der "Empore der Götter", kann größer kaum sein: Als "Lastwagen der Berge" versorgen Träger das Hochland mit allem, was zum Leben wichtig ist. 

Kontakt

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